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Rom


 


Rom

Einführung
Der Vatikanstaat hat eine Fläche von 440.000 Quadratmetern und ist der weltweit kleinste Staat. Das Oberhaupt dieses Staates und der katholischen Kirche ist der Papst, der auch der Bischof von Rom ist. Der Papst wird auf Lebenszeit in einem Konklave von Kardinälen geheim gewählt. Im Vatikanstaat befindet sich der Heilige Stuhl, der die höchste staatliche Einrichtung der katholischen Kirche ist. Die Unabhängigkeit des Vatikans wurde gemeinsam mit dem Staat Italien in den Lateranverträgen 1929 besiegelt. Nach dem Landesgesetz des Vatikans, umfasst die Amtsgewalt des Papstes Legislative, Exekutive und Judikative innerhalb Vatikanstadt. Zur Aufgabe des Papstes gehört es auch, den Vatikanstaat in anderen Ländern zu vertreten.
Der Vatikan hat seine eigene Flagge, mit den Farben gelb und weiß und den gekreuzten Schlüsseln des heiligen Petrus und der Tiara (Papstkrone). Der Vatikanstaat verfügt über einen eigenen internationalen Radiosender, er druckt Briefmarken, hat eine Zeitung namens "l'Osservatore Romano" und hat eine eigene Währung (den Euro mit einem eigenen Design). Die Schweizergarde, die 1506 gegründet wurde, ist für die Sicherheit des Papstes und des Vatikans verantwortlich.

Geschichte
Nach der Liberalisierung des christlichen Gottesdienstes im Jahre 313 nach Christus, gab Kaiser Konstantin den Bau einer großen Kirche mit fünf Schiffen in Auftrag, in der das Grab des Heiligen Petrus aufbewahrt wird. Für den Bau der neuen Kirche wurden Steine vom Circus verwendet, der sich zuvor an dieser Stelle, wo heute die Kirche steht, befand. Der Circus wurde von den Kaisern Caligula, Claudius und Nero errichtet.

Im Jahr 846, nach der Plünderung durch die Araber, befahl Papst Leo IV., Mauern um die Basilika herum zu errichten. Von 1309 bis 1377 wurde der Sitz des Papstes wegen der damals andauernden Drohungen, die das Papsttum in Rom erhielt, nach Avignon verlegt. Als das Papsttum nach Rom zurückkehrte, begann der Wiederaufbau der Basilika, die während der Abwesenheit des Papstes völlig ruiniert wurde. Mit Papst Sixtus IV. begannen die Bauarbeiten der neuen Kapelle, der sogenannten Sixtinischen Kapelle (1471-1484). Dank der Entschlossenheit des Papstes Julius II., 1503-1513, der aus einer der mächtigsten Familien Italiens stammte, wurde der Petersdom zur gleichen Zeit als ganz Rom renoviert wurde, komplett neu gestaltet. An der Gestaltung der Basilika waren unter anderem die Künstler Bramante, Raffael und Michelangelo beteiligt.
Der Kirchenstaat übte aufgrund der uneingeschränkten Macht der Päpste einen großen Einfluss auf die italienische Politik aus. Die Päpste nutzten die Kunst, um das Prestige und die Überlegenheit ihrer Regierung zu stärken.

Petersplatz (Piazza San Pietro)
Der Petersplatz wurde von Bernini zwischen 1657 und 1658 während des Pontifikats von Alexander VII. entworfen und teilt sich in zwei Hälften: Eine Hälfte wurde im Stil des Kapitolsplatzes (Piazza del Campidoglio) in der Form eines Trapezes errichtet. Die zweite Hälfte hat die Form einer Ellipse und ist von einem riesigen Säulengang umgeben, der gemäß der christlichen Überlieferung die Gläubigen in die Arme nimmt. Der Platz ist mit 240 Metern Breite und 340 Metern Länge sehr groß. Der Portikus hat 284 Säulen. Jede Säule ist 15 Meter hoch und in vier Reihen angeordnet. Außerdem sticht der Platz durch die 140 Skulpturen von Heiligen, die 3,20 Metern hoch sind, hervor. Die sogenannte Treppe Regia, die ebenfalls von Bernini ist, ist ein wahres Kunstwerk. Sie führt zu den oberen Stockwerken des Vatikanpalastes. Auf beiden Seiten des ovalen Platzes stehen zwei Brunnen, einer von Bernini und der andere von Maderna. In der Mitte ragt ein beeindruckender Obelisk hervor, bekannt als der "stille Zeuge", da dort der Heilige Petrus gekreuzigt wurde.

Petersdom
Da an der Basilika 18 Jahrhunderte lang gearbeitet wurde und sie während diesen historischen Epochen verschiedene Stilformen angenommen hat, präsentiert die Basilika heute im Wesentlichen zwei verschiedene Stile: Renaissance und Barock.

Der Bau des Gebäudes so wie es heute zu sehen ist begann im Jahre 1506. Der ursprüngliche Entwurf von Bramante enthielt ein Gebäude mit einem griechischen Kreuz eingeschrieben in ein Quadrat und von fünf Kuppeln bedeckt. Bramante starb 1514 und seine Nachfolger Raphael, Fra Giocondo da Verona und Giuliano da Sangallo veränderten die ursprünglichen Baupläne, doch dann geriet die Arbeit ins Stocken und Papst Paul III. beauftragte somit Michelangelo mit dem Bau des Petersdoms, der die Idee von Bramante des griechischen Kreuzes wieder aufnahm. Der ursprüngliche Entwurf hatte schwerwiegende strukturelle Fehler, die Michelangelo ausbessern musste. Der wichtigste Beitrag von Michelangelo war die große Kuppel und das Grab des Apostels Petrus, das in der Luft zu schweben scheint. Nach dem Tod von Michelangelo, der 1606 starb, verlangte Papst Paul V. den Bau der Basilika mit lateinischem Kreuz und so kam es schließlich zur nun endgültigen Gestaltung von Fontana und Della Porta. Die Kuppel, die einen Durchmesser von 42,5 Metern und eine Höhe von 132 Metern hat, ist eines der komplexesten Architekturgebäude der Welt.

Die Fassade wurde vom Architekten Carlo Maderno gestaltet und stammt aus dem Jahre 1612.

Innenraum der Basilika:
In die Basilika kommt man durch das Haupttor von 1455, die das Martyrium des Heiligen Petrus und des Heiligen Paulus darstellt. Auf der rechten Seite befindet sich das Heilige Tor (Porta Santa) aus Bronze von Vico Consorti aus dem Jahre 1950. Die Kirche ist 187 Meter lang und 58 Meter breit. Das Innere der Basilika ist ein enormer und unendlicher Raum mit Dekorationen, Mosaiken, Stuckarbeiten, barocken Statuen und Skulpturen wie der Baldachin von Bernini, der 20 Meter hoch und mit Engeln aus Bronze verziert ist, die vermutlich aus dem Grab des Heiligen Petrus stammen, sowie der Altar della Cattedra, der ebenfalls von Bernini ist. Das Kirchenschiff hat zahlreiche und hohe kannelierte Pilaster, in denen die 39 Statuen der heiligen Gründer aufbewahrt werden.

Die Pietà 
Die Pietà stellt die Kreuzabnahme Christus in Anwesenheit der Jungfrau Maria dar. Die vatikanische Pietà befindet sich im rechten Schiff des Petersdoms und ist eine der traditionellsten Pietàs von Michelangelo (1499), die die Jungfrau Maria mit Jesus auf ihrem Schoß darstellt. Diese Pietà ist eines der ersten Werke von Michelangelo, die er im Alter von 24 Jahren gemacht hat.

Im Untergeschoss der Kirche befindet sich das Grab des Heiligen Petrus, in dem sich nach der Überlieferung seine Überreste befinden.

Museen:
Es lohnt sich auch das Kunsthistorische Museum zu besuchen, in dem der Schatz des heiligen Petrus aufbewahrt wird. Sehr sehenswert sind auch die Grotte Vaticane (Vatikanische Grotten), die die Kapellen und Gräber von Königen, Königinnen und Päpsten seit dem zehnten Jahrhundert beherbergen.

Apostolischer Palast
Nach der Zeit der Päpste in Avignon begann man um das Jahr 1400 herum mit dem Bau einer Reihe von Gebäuden im Vatikan. Der Apostolische Palast ist ein Gebäudekomplex, in dem sich die päpstlichen Gemächer, die Regierungsbüros der katholischen Kirche, mehrere Kapellen, die Vatikanischen Museen und die Vatikanische Bibliothek befinden. Insgesamt gibt es circa 1.000 Räume. Der wohl berühmteste Raum befindet sich in der Sixtinischen Kapelle mit Fresken von Michelangelo an der Decke (wurde zwischen 1980 und 1990 restauriert) und auch die Zimmer von Raphael sind sehr bekannt.

Vatikanische Museen
Die Vatikanischen Museen stellen den weltweit größten Museumskomplex dar. Hier findet man unter anderem: die Pinakothek, das Museo Pio-Clementino, die Stanzen des Raffael und die Sixtinische Kapelle.

Stanzen des Raffael
In einem der Zimmer des Raffael, die ursprünglich die Zimmer von Papst Julius II. waren, in der sogenannten Stanza della Segnatura, befindet sich Raffaels Fresko die "Schule von Athen" (1508-1511), das die Beziehung zwischen der Philosophie von Platon und dem Christentum thematisiert. Das Porträt des griechischen Philosophen Heraklit hat Raffael zu Ehren von Michelangelo gemacht.

Sixtinische Kapelle
Die Kapelle wurde nach Papst Sixtus IV. (1475-1481) benannt, der den Bauplan entworfen hat. Die Kapelle enthält mehrere Arbeiten verschiedener Künstler, die die Fresken an den Wänden gemalt haben. Zu Beginn, als Michelangelo mit der Gestaltung der Kapelle beauftragt wurde, waren nur Figuren für die Apostel vorgesehen. Aber Michelangelo beschloss, das Projekt zu ändern und begann 1508 seine Arbeit. Er benötigte 4 Jahre, um die Fresken fertig zu stellen.

Die Bilder zeigen Szenen aus dem Alten Testament und aus der Schöpfungsgeschichte. Die wichtigsten Szenen stellen die Erschaffung der Welt und des Menschen sowie die Geschichte Noahs dar. Die anderen auf den Bogenzwickeln gemalten Figuren stammen aus dem Alten und Neuen Testament.

Der Künstler bemalte zuerst das kleine Rechteck über dem Eingang, das die Trunkenheit Noahs darstellt. Die Szenen wurden in chronologischer Reihenfolge gemalt, so dass sich die Scheidung von Licht und Finsternis sowie die Erschaffung Adams am nähesten am Hochaltar befinden. An der hinteren Wand der Kapelle befindet sich auch das fabelhafte Fresko des Jüngsten Gerichts (13,70 x 12,20 Meter), das das Geschehen, so wie es im Evangelium Matthäus geschrieben steht, darstellt, nämlich als Christus zum zweiten Mal auf die Erde zurückkehrt, um die Guten von den Bösen zu trennen und sie dann in die Hölle oder in das Paradies schickt. Im Zentrum der Arbeit steht Charon mit seinem Boot, der Märtyrer, die Engel und die Wiederauferstandenen etc.

Weitere Museen:
Pinakothek
Vatikanische Höfe
Chiaromonti Museum
Braccio Nuovo
Pio-Clementino Museum
Etruskisches Museum
Galerie der Landkarten
Galerie der Kandelaber
Galerie der Gobelins
Gemächer von Pius V.
Apostolische Bibliothek
Museo Greogoriano Profano
Vatikanische Gärten

Engelsburg
Der Bau dieses Mausoleums wurde vom Kaiser Hadrian in Auftrag gegeben. Dieses majestätische Gebäude hat einen Durchmesser von 64 Metern und eine Höhe von 21 Metern. Der quadratische Sockel besteht aus Zement, während der sich darauf befindende Zylinder aus Tuffstein, Travertin und Peperin ist. Die Außenwände bestehen aus Marmor. Dieses Gebäude wurde zum militärischen Schutz des Vatikans errichtet und diente manchmal als Residenz der Päpste. Seit 1925 ist die Engelsburg der Sitz des Nationalmuseums, in dem sich die Gefängnisse, die Sala Paolina, Camera di Perseus, Loggia des Julius II. etc. befinden. Eine Brücke, die sogenannte Engelsbrücke, führt zur Engelsburg. Auf der Brücke kann man barocke Skulpturen von Bernini sehen.


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